Wenn Zweifel und Unsicherheit die Karriere blockieren

Hi, ich bin Astrid Steingrüber – als Business Coach unterstütze ich Frauen im Raum München dabei, ihre beruflichen Ziele mit Klarheit, Selbstvertrauen und Strategie zu erreichen. Über mich …

Gefühl der Unsicherheit im Business – wenn die Zweifel deine Karriere blockieren

Viele kenne das? Da steht man kurz vor einem wichtigen Meilenstein im Berufsleben – sei es ein entscheidendes Vorstellungsgespräch, eine Präsentation vor dem Vorstand, die Übernahme einer neuen Position oder sogar der Schritt in die Selbstständigkeit. Die Vorfreude ist groß, doch dann schleicht sich dieses unangenehme Gefühl ein: Kann ich das wirklich? Was, wenn ich versage? Was, wenn meine Kollegen oder Vorgesetzten denken, ich bin nicht gut genug?

Plötzlich ist die Unsicherheit da. Sie füllt den Kopf mit „Was-wenn“-Szenarien und lähmt uns genau in dem Moment, in dem wir unser ganzes Potenzial brauchen. Und das Paradoxe? Oft wissen wir genau, dass diese Gedanken uns nicht weiterbringen. Trotzdem sind sie da – und sie sind laut.

Warum fällt es uns im Business so schwer, diese Zweifel einfach zu ignorieren und uns auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt? Vielleicht, weil Unsicherheit ein Teil des Wachstumsprozesses ist. Sie zeigt uns, dass uns etwas wichtig ist – unsere Karriere, unser Erfolg, unsere Anerkennung. Aber manchmal wird daraus ein Hindernis, das uns bremst, bevor wir überhaupt starten. Besonders, wenn das Imposter Syndrome (Hochstapler-Syndrom) mitmischt und wir uns fragen: Warum ich? Bin ich wirklich gut genug?

Hier sind fünf Denkanstöße aus dem Karrierecoaching, die mir helfen, wenn die Stimmen im Kopf wieder zu laut werden. Vielleicht sind sie auch für deine berufliche Entwicklung hilfreich:


1. Was ist eigentlich wirklich sicher?

In der heutigen Arbeitswelt, geprägt von Digitalisierung, New Work und ständigen Veränderungen, ist wenig wirklich sicher. Daher ist Unsicherheit zu verspüren, ganz normal. Jeder fühlt das irgendwann einmal.

Wer wachsen möchte, muss sich aus seiner Komfortzone rauswagen und da herrscht erst einmal Unsicherheit. Das ist ganz normal und nur ein Zeichen, dass du ein sogenanntes „Growth-Mindset“ besitzt. Also nichts, wofür du dich schämen musst.


2. Was kannst du im Berufsleben realistisch beeinflussen?

Viele unserer Karriereängste drehen sich um Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen – die Meinung anderer, unvorhersehbare Marktentwicklungen oder Entscheidungen der Geschäftsführung. Konzentriere dich stattdessen auf das, was du beeinflussen kannst: deine Vorbereitung, deine Netzwerkpflege, deine Fähigkeit, dich an Veränderungen anzupassen. Mehr Gelassenheit entsteht oft, wenn wir uns auf das konzentrieren, was in unserer Macht steht.

Erinnere dich: Du hast immer die Wahl, wie du auf Herausforderungen reagierst.


3. Es gibt einen Grund, warum du diese Chance hast – und das Hochstapler-Syndrom ist normal

Denk daran: Du bist nicht zufällig an diesem Punkt in deiner Karriere. Es gibt einen Grund, warum du diese Position, diese Aufgabe oder diese Möglichkeit erhalten hast.

Das sogenannte Imposter Syndrome – dieses Gefühl, eigentlich nicht gut genug zu sein und jeden Moment entlarvt zu werden – ist weit verbreitet, besonders bei erfolgreichen Menschen. Aber frag dich: Würde man dir diese Chance geben, wenn man nicht überzeugt wäre, dass du sie verdienst? Wahrscheinlich nicht. Also erlaube dir, diese Rolle anzunehmen und zu wachsen. Die Personen, die dich in diese Position gebracht haben, glauben bereits an dich, tu du es auch!

Dein Erfolg ist kein Zufall – er ist das Ergebnis deiner Arbeit und deiner Fähigkeiten.


4. Verankerung im Moment.

Wenn ein wichtiger Tag im Berufsleben ansteht – sei es ein Pitch, ein Gehaltsgespräch oder ein entscheidendes Meeting – suche einen Anker.

Bei mir sind es Armbänder, die mich daran erinnern, den Stimmen in meinem Kopf keinen Raum zu geben. Aber es kann auch ein bestimmtes Outfit, ein Parfüm, ein Lied, ein Handy-Hintergrundbild oder ein Zitat sein, das sie in die richtige Stimmung versetzt. Diese „Anker“ helfen in Stresssituationen, Halt zu finden.

Wichtig ist, sich bewusst in diesem Moment zu verankern – sprichwörtlich:

✅ Spüre den Boden unter deinen Füßen, als du vor dem Meeting stehst.

✅ Fühle die Lehne deines Bürostuhls in einem Meeting – das gibt dir unbewusst halt.


5. Ehrlichkeit mit den Erwartungshaltungen.

Oft interpretieren wir viel hinein – was unser Chef, unsere Kollegen oder sogar unsere Familie von uns erwarten. Aber frag dich: Was wird wirklich erwartet? Nicht, was du denkst, dass erwartet wird. Was hat man dir konkret gesagt? Was sind die Fakten? Und was davon kannst du beeinflussen?

Ein Beispiel: Du übernimmst eine neue Rolle. Was sind die Anforderungen der Vorgesetzen? Erwarten sie einen Überflieger von Tag 0 – wie realistisch ist das überhaupt und wer könnte das wirklich (ganz ehrlich)? Kommt der Perfektionist-Saboteur (mehr zu Saboteuren in meinem Blogpost) durch?

Klare Kommunikation ist der Schlüssel, um Unsicherheiten zu reduzieren und Erwartungen auf ein realistisches Maß zu bringen.


Das Fazit: Unsicherheit zeigt dein Drang nach Wachstum

Unsicherheit gehört zum Berufsleben dazu – aber sie muss nicht das letzte Wort haben.


Wie ich Führungskräften helfe, ihre Unsicherheiten zu überwinden

Als Leadership-Coach und Karriereberaterin unterstütze ich Führungskräfte dabei, ihre Selbstzweifel zu überwinden und mit mehr Klarheit und Selbstvertrauen zu führen:

Strategien in konkrete Maßnahmen übersetzen – ohne die ursprüngliche Vision zu verlieren

Brücken zwischen Theorie und Praxis bauen – damit Führung nicht nur Konzept, sondern gelebte Realität wird

Führungskräfte stärken, die Herausforderungen einer Job-Transition zu meistern

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Unsicherheit oder Selbstzweifel Ihre Führungsarbeit behindern, lassen Sie uns sprechen.